Vom Spiele mit dem Feuer – San Juan del Sur (Nicaragua) / Bihia Salina, Playa de Coco, Monteverde (Costa Rica)


Wir sind am Strand, das Rauschen des Feuers hallt in meinen Ohren, ich spuere die Hitze auf meiner Haut. 3 Jahre ist es her, seit ich mich in Neuseeland das letzte mal ans Feurer herangewagt habe. San Juan ist zwar wie Tamarindo als Surfbum Town bekannt, die Stimmung hier ist jedoch ganz anders. Vielmehr sind hier Einheimische mit Travelers gemischt, alles scheint echter, relaxter und alternativer. Zum Abendesssen trifft man sich auf dem Markt. Dort gibt es fuer etwa CHF 2.5o ein Teller mit Reis, Bohnen, fritierten Platanos, Salat und Poulet Jalapeño. Hier lerne ich Leute die seit 8 Jahren mit Feuer spielen kennen. Die meisten sind aus El Salvador und leben von der Hand zum Munde. Durch den Tag verkaufen sie kunstvoll geknuepfter Schmuck oder verzieren den Touristen die Haare mit allerhand farbige Faeden, Muscheln und Perlen. Abends ist man dann DJ oder Feuertaenzer. Es ist Lowseason und es kommt vor, dass die Strassenverkaufer an einem Tag kein Umsatz machen, folglich wird dann einfach gefastet. So funktioniert das halt… aber hey, fuer diese Leute ist das absolut kein Grund Truebsal zu blasen, das typisch westlich Beduerfniss nach Sicherheit und Luxus kennt hier nur die Oberschicht. Ich staune und realisiere einmal mehr, wie wenig es bedarf gluecklich zu sein. Obwohl mir das Doerfchen ans Herz gewachsen ist geht es bald weiter. Ich sage Tschuess zu Jesus auf dem Berge und den Delfinen und steige einmal mehr in einen ueberfuellten local Bus. Naechste Destination ist Bihia Salina in Costa Rica. Die Grenze ueberquert man zu Fuss, direkt neben riesigen Lastwagen. Niergends hat es Schilder die einem sagen wo es Durchgeht oder wie der Immigrationsprozess verlaeuft. Ich mache das jetzt zum zweiten mal und kann als als alteingesessener Grenzgaenger verwirrten Travelern den Weg weisen. Gerade gestern sind zwei wildfremde Person auf mich zugelaufen und haben sich dafuer bedankt, dass ich ihnen damals geholfen habe – Irgendwie schoen :-).
Bihia Salina ist das wenigst entwickelte Gebiet in Zentralamerika in dem ich mich bisher aufgehalten habe. Die gegend scheint gerade aus dem Winterschlaft zu erwachen. Im Hostel sind wir die ersten Gaeste der Saison. Ich geniesse die Ruhe und das Gefuehl der Freiheit welche einem solch ein Ort verleihen kann. Eigentlich plante ich dann weiter nach Monteverde zu reisen, doch als ich um 1 Uhr in Liberia ankomme, gibts dann leider schon keine Verbidung mehr dorthin. Was nun? Ein Bus mit der Aufschrift Playa Coco weckt meine aufmerksamkeit: Auf gehts! Playa Coco ist das pure gegenteil von Bihia Salinas. Alles scheint hier fuer den Gringo gemacht zu sein. Gott sei dank ist immer noch Low Season und 10 minuten vom Hauptstrand entfernt finde ich, auf einer 40 km2 Insel, mein eigenes kleines Koenigreich.
Schliesslich gehts nach Monterverde mit der vielgepriesenen Canopy Tour. Das Adrenalin schiesst hoch! Nur an einer Rolle festgemacht durch Baumkronen und Taeler zu sausen ist schon eindruecklich. Am ende wartet ein kuehles Bier und Fajita. What a day!

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